Neuer Qualifikationsmodus für die EM 2020

Einst war das mal sehr übersichtlich. Im Dezember oder Januar von einer Fußball-Weltmeisterschaft wurden die Qualifikationsgruppen für die nächste Europameisterschaft ausgelost, und im September begannen auch schon die Spiele dafür.

Doch für das nächste kontinentale Turnier läuft da vieles anders.

Es wird ja für dieses Turnier im Sommer 2020 kein einzelnes Veranstalterland geben, sondern die Begegnungen werden in vielen verschiedenen Städten und Ländern stattfinden.

Bis jetzt steht fest: Ein Halbfinale wird in München stattfinden und das Finale im Londoner Wembley-Stadion.

Wie bereits bei der EM 2016 in Frankreich werden wieder 24 Mannschaften daran teilnehmen.

Vier Teams qualifizieren sich über die neugegründete Uefa-Nations-League von September bis November 2018

Dieser Wettbewerb wird künftig alle zwei Jahre stattfinden. Die 55 Mannschaften, die bei der Europäischen Fußballunion gemeldet sind, werden je nach Stärke in vier Ligen A-D aufgeteilt. Diese Ligen wiederum sind in vier Gruppen mit je drei oder vier Nationalmannschaften belegt. Innerhalb dieser Gruppen gibt es immer ein Hin- und ein Rückspiel.

Die vier Gruppensieger aus Gruppe A ermitteln dann in einem eigenen Turnier vom 5. bis 9. Juni (Austragungsort ist noch nicht bestimmt) den Sieger dieses neuen Turniers.

Die letzten der jeweiligen Gruppen steigen ab, die ersten steigen auf in die nächste Gruppe.

Die normale – bis jetzt bekannte – Qualifikation beginnt dann im Anschluss daran.

In zehn Gruppen lösen sich die Erst- und Zweitplatzierten einer jeden Gruppe, also insgesamt 20 Teams, die direkten Tickets für die Teilnahme an der Endrunde.

Die restlichen vier Startplätze werden über Play-off-Spiele vergeben.

Im März 2020 spielen die vier besten Mannschaften der Nations-League-Gruppen A-D, also 16 Teams um die letzten vier Tickets. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die besten der Gruppe, oder zumindest viele davon, bereits über die reguläre EM-Qualifikation ihre Teilnahme an der EM erkämpft haben. In diesem Fall rücken die nächstbesten, noch nicht qualifizierten Nationalteams, nach.