Servus Basti vor 75.000 Zuschauern

Nachdem Bastian Schweinsteiger im Sommer 2015 den FC Bayern eher sang- und klanglos in Richtung Manchester United verlassen hat, bekam er nun einen ehrenvollen Abschied.

75.000 Fans waren gekommen, um sich von Bast-Fantasti, wie er zum Beginn seiner Karriere genannt wurde, zu verabschieden. Zahlreiche Weggefährten wie seine Ex-Trainer Jupp Heynckes, Louis von Gaal, Joachim Löw, viele ehemalige Spieler und Freunde (wie z.B. Felix Neureuther) gaben ein Stelldichein in der Münchener Allianz-Arena.

Zuvor erhielt er noch von Markus Söder, dem bayerischen Ministerpräsidenten, den bayerischen Verdienstorden.

Das Spiel zwischen dem FC Bayern und seinem derzeitigen Verein, den Chicago Fires, endete mit 4:0 für die Münchener. Der Ehrengast spielte dabei je eine Hälfte für die US-Boys und eine für die Bayern. Kurz vor Ende gelang dem Publiku

msliebling von einst, nach Vorlage von David Alaba, das 4:0.

Bastian Schweinsteiger kam am 1. August 1984 im bayerischen Kolbermoor zur Welt. 1988 kam er über den TSV 1860 Rosenheim zur Jugendabteilung des Rekordmeisters. 2002 erhielt er seinen ersten Profivertrag und kam im Dezember des gleichen Jahres zu seinen ersten Einsätzen in der A-Mannschaft der Bayern.

Er wurde in der Folge eine der prägenden Figuren im Spiel der Bayern und bestritt bis 2015 über 500 Pflichtspiele in allen Wettbewerben.

Sein Nationalmannschaftsdebut feierte er am 6. Juni 2004. Auch bei der DFB-Elf avancierte der mittlerweile 34-Jährige schnell zum unverzichtbaren Stammspieler, abwechselnd im defensiven oder offensiven Mittelfeld. Insgesamt kann er auf 121 Länderspiele.

Seine großartige Karriere war von vielen Höhepunkten, Niederlagen und Verletzungen gekennzeichnet.

Acht deutsche Meisterschaften, sieben Pokalsiege sowie das Triple in der Saison 2012/13 und natürlich 2014 der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien waren die Highlights seiner eindrucksvollen Laufbahn.

Das bittere Aus in vielen Halbfinals von Europa- und Weltmeisterschaften, ein verschossener Elfmeter im “Finale dahoam”, dem CL-Finale in der heimischen Allianz-Arena im Jahr 2012 gegen Chelsea, zählten zu den Tiefpunkten. Aber einen leidenschaftlichen Kämpfer wie ihn konnte auch das auf Dauer nicht erschüttern.

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